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M&A Glossar

Bei Unternehmenskäufen und -verkäufen begegnen einem zahllose Fachbegriffe und Anglizismen.

Wir haben für Sie einige in dem folgenden Lexikon zusammengestellt, mit denen es Ihnen leichter fallen sollte, sich in M&A-Themen einzulesen ...

Unternehmen, das als Ergänzung zu einem bestehenden Unternehmen/einer Gruppe passt bzw. akquiriert wird.

Anpassungen in der Ermittlung einer nachhaltigen Ertragskraft des zu verkaufenden Unternehmen, bei der Sonderfaktoren herausgerechnet werden

Erwerb oder Teilerwerb eines Unternehmens unabhängig davon, in welcher Form (Asset Deal, Share Deal etc.) dies erfolgt

Erwerb eines Unternehmens aus vorhandenem Eigenkapital, sprich ohne Fremdfinanzierung, was i.d.R. eine höhere Transaktionssicherheit bietet und eine schnellere Transaktion ermöglicht.

Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter, insbesondere auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Relevant in einigen gängigen Unternehmensbewertungsmethoden bei der Ermittlung des EBITDA.

Vermögensgegenstand eines Unternehmens, einzelner Wert, über den ein Unternehmen verfügt, auch immaterielle Werte.

Transaktion, bei der nicht die Anteile an einem Unternehmen (Share Deal), sondern die betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände (Assets) übertragen werden. Kommt insbesondere bei Personengesellschaften vor oder auch bei Erwerb eines Teilbetriebes.

APA, Unternehmenskaufvertrag im Wege eines Asset Deals, der in der Regel (es sei denn es sind beispielsweise Immobilien involviert) nicht notariell beurkundet werden muss.

Veräußerung eines Unternehmens im Wege des Bieterverfahrens (Auktionsprozess).   

Ansprüche auf Garantieverletzungen können nur dann geltend gemacht werden, wenn sie in Summe die für den Basket festgelegte Höhe überschreiten.

Bewerbungs-Wettbewerb von Kanzleien, Investmentbanken oder M&A-Beratern/-Boutiquen um ein entsprechendes Mandat.

Vereinbarung, die üblicherweise beim Unternehmensverkauf in einer schlechten wirtschaftlichen Phase zum Einsatz kommt und dem Verkäufer (oder Gläubigern) weitere Zahlungen bei einer bestimmten Erholung der Situation bietet.

Angebot zum Erwerb eines Unternehmens oder zum Abschluss einer sonstigen Transaktion.

Strukturiertes Bieterverfahren zum Verkauf eines Unternehmens.

Verfahren, bei dem man im Rahmen eines Unternehmensverkaufs in einem bestimmten Zeitfenster Interessenten auffordert, ein Angebot abzugeben, um dann zu entscheiden, mit wem man in Detailverhandlungen geht

Bindendes Angebot im Zuge eines Bieterverfahrens oder eines Kaufprozesses.

Siehe auch Add-On, Akquisition die ein bisheriges Unternehmen/eine Gruppe passend ergänzt.

Unterste Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung, sprich der Gewinn des Unternehmens.

Verpflichtung einer Vertragspartei, einen vorher festgelegten Geldbetrag zu zahlen, wenn sie die Vertragsverhandlungen (unbegründet) einseitig abbricht oder scheitern lässt.

Käuferseite bei einem Unternehmenskauf.

Beauftragung eines M&A-Beraters zur Unterstützung bzw. Durchführung einer Transaktion auf der Käuferseite.

Recht, Anteile eines Unternehmens zu einem vereinbarten Ausübungspreis zu erwerben, ggf. gekoppelt an weitere Bedingungen/Konditionen.

Obergrenze, bis zu der eine Haftung gilt oder die maximal als Zahlung im Rahmen einer Transaktion geleistet werden muss.

Erforderliche Investitionsaufwendungen des Unternehmens / Investitionen in das Anlagevermögen (Fixed Assets).

Ausgliederung eines Unternehmensteils zu einer rechtlich selbständigen Einheit, häufig im Zuge des Verkaufs/der Trennung von einem Geschäftsbereich.

Liquide Mittel eines Unternehmens.

Kaufpreis werden in der Regel auf Basis des Enterprise Value verhandelt, der sich cash & debt free versteht, sprich zu dem liquide Mittel hinzugerechnet und von dem Finanzverbindlichkeiten abgezogen werden, um zum tatsächlich fließenden Kaufpreis (Equity Value) zu kommen.

Zufluss liquider Mittel eines Unternehmens, errechnet sich aus dem Jahresüberschuss plus/minus Delta Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Rückstellungen. Der Cash Flow wird für eine Unternehmensbewertung nach dem DCF-Verfahren (Discounted Cash Flow) herangezogen.

Wechsel in der Kontrolle über ein Unternehmen (Inhaberwechsel).

Vertragsklausel, die häufig ein Sonderkündigungsrecht des Vertragspartners beinhaltet, wenn die Gesellschafterstruktur des anderen Vertragspartners sich verändert. Findet sich häufig in Kredit- und Darlehensverträgen aber ggf. auch in wichtigen Kunden- und Lieferantenverträgen und stellen ein zu prüfendes Risiko dar.

Informationsbarriere, die verhindern soll, dass Informationen zwischen den verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens ausgetauscht werden.

Begriff für den Vollzug des Unternehmenskaufvertrages. In der Praxis fällt die Unterschrift eines Kaufvertrages (Signing) und die Erfüllung (Closing) oft zeitlich auseinander, da in der Zwischenzeit noch im Vertrag definierte Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Festlegung der Kaufkonditionen auf Basis einer eigens zum Übergabe-Stichtag vorgenommenen Abschlussprüfung.

Maßnahmen und Handlungen, die im Rahmen des Vollzugs eines Unternehmenskaufvertrags vorgenommen werden, z. B. Zahlung des Kaufpreises oder Amtsniederlegung des Geschäftsführers.

Vertraglich vereinbarte Bedingungen, die für den Vollzug des Vertrages (Closing) vorliegen müssen, beispielsweise eine Kartellfreigabe oder die Zustimmung von wesentlichen Partners des Unternehmens, die über Change of Control-Klauseln verfügen.

Kombination aus Cap und Floor, durch die - z.B. im Rahmen eines Earn-Outs - eine Unter- und Obergrenze definiert wird

Sammelbegriff für Kreditsicherheiten.

Analyse des Geschäftsmodells, des Produkt- und Leistungsspektrums und des Markt- und Wettbewerbsumfelds eines Unternehmens

Vertraulichkeitsvereinbarung oder Vertraulichkeitserklärung. Verpflichtung von Vertragsparteien, Informationen, die sie von der anderen Partei erhalten, vertraulich zu behandeln. Häufig auch als NDA (Non Disclosure Agreement) bezeichnet.

Nachgelagerte Due Diligence durch einen Unternehmenskäufer, z. B. nach dem Closing

In einem Unternehmenskaufvertrag sind Covenants die Pflichten, die vor Vertragsabschluss (Signing) und -Vollzug (Closing) von den Vertragsparteien erfüllt werden müssen, z.B. die Verpflichtung des Verkäufers, den Geschäftsbetrieb des Zielunternehmens bis zum Closing wie bisher fortzuführen. Covenants können jedoch auch in wichtigen Verträgen des Zielunternehmens enthalten sein, so dass ggf. deren Erfüllung geprüft werden muss.

Grenzüberschreitende Akquisition/Transaktion, bei der Parteien aus mindestens zwei Ländern involviert sind.

Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens, das heißt, Wirtschaftsgüter, die gewöhnlich kurzfristig (i.d.R. innerhalb eines Jahres) umgesetzt werden. Dazu zählen Vorräte, geleistete Anzahlungen, marktgängige Wertpapiere, Forderungen und Cash.

Kurzfristige Verbindlichkeiten. Gehören als Abzugsposten zum Netto-Betriebskapital (Net Working Capital) eines Unternehmens.

Raum, in dem ein Zielunternehmen dem potenziellen Käufer im Zuge einer Due Diligence Unternehmensinformationen zur Verfügung stellt. Entgegen früherer Praxis wird ein solcher Datenraum heute in der Regel virtuell über einen darauf spezialisierten Cloud-Dienstleister eingerichtet und nicht mehr in Form gesammelter Akten.

Verfahren zur Unternehmenswertberechnung. Leitet sich ab aus den künftig erwarteten Cash Flow-Überschüssen des Unternehmens, abgezinst auf den Bewertungsstichtag.

Wertuntergrenze, bei deren Unterschreitung eine Vertragspartei keine Ansprüche aus dem Vertrag geltend machen darf.

Tatsache oder Umstand, der zum Scheitern einer Unternehmenstransaktion führen kann.

Gruppe von internen Mitarbeitern und ggf. auch externen Beratern, die für die Prüfung, Verhandlung und Durchführung einer Unternehmenstransaktion zusammenarbeiten

Verbindlichkeiten eines Unternehmens oder einer Person. Dazu zählen die Finanzverbindlichkeiten und die kurzfristigen Verbindlichkeiten, die zum Nettobetriebskapital (Net Working Capital) zählen. Finanzverbindlichkeiten werden in der Regel bei der Ermittlung des Equity Value eines Unternehmens in Abzug gebracht.

Verwässerung der Anteilsverhältnisse bestehender Anteilseigner im Zuge des Einstiegs eines weiteren Gesellschafters im Rahmen einer Kapitalerhöhung.

Haftungsausschlussklausel.

Offenlegung von Informationen im Rahmen Unternehmenskaufs oder eines Jahresabschlusses.

DCF: erwartete Zahlungsströme eines Unternehmens.

Unternehmenstransaktion in einer kritischen (ggf. insolvenzgefährdeten) Unternehmenssituation.

Detailprüfung der von Unternehmensinformation in Vorbereitung einer Unternehmenstransaktion. Dabei sind eine Financial (finanzwirtschaftlich), Legal (rechtlich) und Tax (steuerlich) DD üblich, in manchen Fällen kann es aber auch zu einer Market DD, einer Operational DD, einer People Due Diligence, eine Real Estate Due Diligence oder anderen im Einzelfall angebrachten Sonderprüfungen kommen.

Bericht, der die aus einer Due Diligence erworbenen Erkenntnisse zusammenfasst und üblicherweise nur dem Käufer zur Verfügung gestellt wird, ggf. aber auch in Auszügen als Diskussionsgrundlage mit den Verkäufern geteilt wird.

Gestaltung in einem Unternehmenskaufvertrag, wonach ein Teil des Kaufpreises von der zukünftigen Entwicklung abhängt. Bezugsgrößen sind häufig der in einer bestimmten Periode erzielte Umsatz, EBITDA oder EBIT oder auch der Verbleib von Schlüsselkunden o.ä. Kriterien.

Earnings Before Interest and Taxes, sprich das Unternehmensergebnis vor Zinsen und Steuern. Häufige Kennzahl für Unternehmensbewertungen, insbesondere im Rahmen des sogenannten Multiplikatorverfahrens.

Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Da Abschreibungen nicht abgezogen sind, spiegelt die Kennzahl EBITDA vor allem die zahlungswirksamen Ergebnisse eines Unternehmens und ist damit unabhängig von nationalen Bilanzrechten. Auch dies ist eine gern genutzte Kennzahl bei Unternehmensbewertungen, gerade auch bei anlageintensiveren Unternehmen.  

Wert eines Unternehmens vor Abzug von Finanzverbindlichkeiten (Financial Dept) und vor Hinzurechnung von Barmitteln (Cash). Die meisten gängigen Bewertungsverfahren ermitteln einen Enterprise Value, der noch durch den Abzug der Finanzverbindlichkeiten und durch die Hinzurechnungen der Barmittel angepasst werden muss, um den eigentlichen Wert des Eigenkapitals (Equity Value) zu erlangen.

Eigenkapital eines Unternehmens.

Wert des investierten Eigenkapitals an einem Unternehmen, faktisch der Kaufpreis, der im Zuge eines Komplettkaufs/-verkaufs fließt, aber nicht der Wert, der üblicherweise verhandelt wird – was der Enterprise Value wäre …

Verwendung eines Teils des Kaufpreises als Sicherheit für mögliche Ansprüche des Käufers aus dem Unternehmenskaufvertrag.

Bankkonto, auf dem der Escrow-Betrag hinterlegt wird.

Zusage einer Vertragspartei, Verhandlungen für einen gewissen Zeitraum nur mit der anderen Partei zu führen bzw. nur mit dieser Partei eine Unternehmenstransaktion abzuschließen.

Trennung eines Investors von einer Beteiligung/Verkauf einer Beteiligung.

Von Verkäuferseite zusammengestelltes Informationspapier, das ein umfassendes Bild des Zielunternehmens vermitteln soll, ggf. auch Basis für Gespräche/Verhandlungen oder indikative Angebote ist.

Stellungnahme einer Investmentbank zu der Frage, ob der Preis eines Unternehmens in einer M&A-Transaktion aus ihrer Sicht gerechtfertigt ist.

Bestimmungen in einem Kreditvertrag, die den Kreditnehmer verpflichtet, während der Kreditlaufzeit bestimmte finanzielle Zielvorgaben zu erfüllen.

Alle der Finanzierung eines Unternehmens dienenden Verbindlichkeiten.

Detailprüfung der Finanzlage und der bereitgestellten Finanzinformationen eines Zielunternehmens.

Jahresabschlüsse oder Zwischenabschlüsse eines Unternehmens.

Häufig verwendet als Bezeichnung des Wertes, des Unternehmens, dem keine greifbaren (sprich bilanzierten) Vermögensgegenstände gegenüberstehen, z.B. Wert des Firmennamens/der Marke oder der Kundenkartei.

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens.

Untergrenze/Mindestwert, der im Zuge einer Transaktion oder eines Vertragsumstands geleistet werden muss.

Teil des Cash Flows, der dem Unternehmen zur Verfügung steht, nachdem man die notwendigen Investitionen (Capital Expenditure) und Veränderungen des Betriebskapital (Working Capital) abzieht. Maßgeblich für die Unternehmenswertberechnung (Enterprise Value) mittels des Discounted Cash Flow-Verfahren.

Aufstellung von Garantien/Zusicherungen im Rahmen eines Kaufvertrages, für die die jeweilige Vertragspartei einsteht

Betrachtung eines Unternehmens oder des Wertes einzelner Wirtschaftsgüter unter der Annahme, dass das Unternehmen als wirtschaftliche Einheit fortgeführt wird.

Entspricht dem Firmenwert.

Planung, die ein deutliches, u.U. exponentielles Wachstum vorsieht. In Verkaufsszenarien wird ein derartiger Hockey Stick manchmal für die nahe Zukunft nach der geplanten Transaktion prognostiziert.

Zurückhaltung geschuldeter Leistungen. Bei M&A-Transaktionen beschreibt Hold-back die teilweise Einbehaltung des Kaufpreises durch den Käufer.

Vertragliche Verpflichtung zur Freistellung bzw. Schadloshaltung des Vertragspartners. Indemnities decken den Parteien bekannte Risiken ab, während vertragliche Gewährleistungen den Käufer vor unbekannten Risiken schützen.

Das erste noch unverbindliche Angebot, das ein Kaufinteressent im Rahmen eines Bieterverfahren abgibt, ggf. ist die Anforderung eines solchen indikativen Angebots in einem strukturierten Verfahren vorgeschaltet, bevor der Verkäufer entscheidet, mit welchen Interessenten er in Gespräche/Verhandlungen eintritt.

Schriftliche Zusammenstellung von Informationen über ein zum Verkauf stehendes Unternehmen, die den Kaufinteressenten zur Verfügung gestellt wird und in der Regel schon umfassende Detailunternehmen über das Zielunternehmen beinhaltet.

Immaterielle Vermögenswerte, z.B. Software, Markenrechte, entgeltlich erworbene Firmenwerte o.ä.

Gemeinschaftsunternehmen/Zusammenschluss von mindestens zwei strategischen Partnern/Gesellschaftern.

Garantien/Haftungen, die ein Käufer im Zuge eines Kaufvertrages zusichert

Im Rahmen eines M&A-Projektes von einem internen Team des Kaufinteressenten oder von externen Juristen durchgeführte Prüfung der rechtlichen Verhältnisse des Zielunternehmens.

Formale Erklärung zu Rechtsfragen im Rahmen eines M&A-Projektes, die der Rechtsberater einer Vertragspartei gegenüber der anderen Vertragspartei abgibt.

Schriftliche Erklärung einer Vertragspartei, einen Vertrag zu den im LOl genannten Konditionen abzuschließen. Im M&A-Projekt erklärt der Unternehmenskäufer im LOl seine Absicht, das Zielunternehmen unter bestimmten Konditionen zu erwerben. Diese Absichtserklärung kann verbindlich oder unverbindlich sein.

Hebelung der Rendite auf das eingesetzte Kapital durch die Einbringung günstiger Fremdfinanzierungsmittel in die Akquisition eines Unternehmens.

Unternehmensübernahme, die zu einem großen Teil durch die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert wird, die i.d.R. durch das Zielunternehmen getragen werden müssen.

Sammelbezeichnung für Verbindlichkeiten jeder Art. In der M&A-Praxis wird unterschieden zwischen Financial Debt und Current Liabilities.

Festlegung der Kaufkonditionen durch Rückgriff auf vorhandene Jahresabschlussprüfungen.

Unterjährige Berichterstattung des Managements, z. B. bei einem Management Audit im Zuge einer Due Diligence-Prüfung.

Erwerb eines Unternehmens durch einen externen Manager, der als geschäftsführender Gesellschafter das bisherige Management ergänzt oder (teilweise) ersetzt.

Erwerb eines Unternehmens durch dessen angestelltes Management oder die zweite Führungsebene.

Gespräch, das ein Kaufinteressent eines Unternehmens im Rahmen seiner Due Diligence mit dem Management der Zielgesellschaft führt.

Vorstellung des Managements im Rahmen eines Unternehmensverkaufs. Wichtiger Bestandteil der Due Diligence.

Marktkapitalisierung eines an der Börse gelisteten Unternehmens. Diese spiegelt den aktuellen Börsenwert des Unternehmens wider und errechnet sich aus Anzahl der Aktien multipliziert mit deren aktuellem Kurswert.

Absichtserklärung über den Kauf eines Unternehmens oder eine andere Unternehmenstransaktion, welche zwischen dem potenziellen Käufer und dem Verkäufer vereinbart wird. Der Unterschied zum Letter of Intent besteht grundsätzlich im zweiseitigen Charakter des Memorandums, wobei auch ein LoI in der Praxis häufig beidseitige Verpflichtungen beinhaltet.

Fusion zweier oder mehrerer Unternehmen.

Gesetzlich vorgeschriebene Prüfung (unternehmensgrößenabhängig) der wettbewerbsrechtlichen Folgen eines Unternehmenszusammenschlusses durch die Kartellbehörden.

Zusammenschluss (Merger) und Erwerb (Acquisition) von Unternehmen, generelle Bezeichnung für Unternehmenstransaktionen bzw. die Beratung von Unternehmenstransaktionen jeder Art.

Finanzierungsform, die eine Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital darstellt und unterschiedlichste Ausprägungen und Rechte beinhalten kann.

Unternehmensbewertung mittels Multiplikatoren. Multipliziert werden typischerweise Kennzahlen wie Umsatz, EBIT oder EBITDA.

Non Disclosure Agreement. Siehe Vertraulichkeitsvereinbarung.

Summe aller Finanzverbindlichkeiten minus Barmittel (cash), sprich die Nettofinanzverbindlichkeiten.

Nettogewinn eines Unternehmens aus Umsatzerlösen minus Kosten, Abschreibungen, Zinsen und Steuern.

Barwert einer Investition, ermittelt durch den abgezinsten damit verbundenen Cashflow.

Angebot zum Abschluss eines Vertrages, als unverbindliches Angebot (Indicative Offer) oder verbindliches (Binding Offer).

Profit & Loss Accounts, Gewinn- und Verlustrechnung.

PMI, besser »Post Closing Integration«: Implementierungs- und Integrationsmaßnahmen, die nach dem Closing stattfinden können.

Betrachtung eines Unternehmenswertes nach Abschluss einer Kapitalerhöhung.

Betrachtung eines Unternehmenswertes vor Durchführung einer Kapitalerhöhung.

Recht, einen Vermögensgegenstand oder auch weitere/verbliebende Unternehmensanteile zu einem vorher festgelegten Preis bzw. zu vorher festgelegten Bedingungen an einen definierten Käufer zu veräußern, der dann zum entsprechenden Erwerb verpflichtet ist.

Fragen an den Verkäufer bzw. dessen Berater im Rahmen einer Due Diligence.

Knapper Due Diligence Report, der lediglich echte Problemfelder auflistet, die im Vorfeld bzw. im Zuge einer Transaktion gelöst werden müssten oder schlimmstenfalls Deal Breaker sein würden.

Gewährleistungen des Verkäufers zu den rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Zielunternehmens.

Basis-Vergütung eines M&A-Beraters, alternativ zu einem Stundenhonorar und üblicherweise ergänzend zu einer Success Fee oder Transaction Fee.

RoI, Erfolgskennzahl einer Investition: Nettoerlös (Mittelrückfluss minus eingesetzte Mittel) durch eingesetzte Mittel.

Return on Capital Employed.

Return on Equity, Ertrag/Rendite bezogen auf das eingesetzte Kapital.

Verkäuferseite bei einer Unternehmenstransaktion.

Beauftragung eines M&A-Beraters zur Unterstützung bzw. Durchführung einer Transaktion auf der Verkäuferseite.

Geschäftsanteil einer Gesellschaft, z. B. Aktie.

Kauf von Unternehmens-Anteilen, sogenannter Share Deal, im Gegensatz zum Asset Deal, üblich bei Kapitalgesellschaften.

SPA, Unternehmenskaufvertrag im Wege eines Share Deals, der notariell beurkundet werden muss.

Inhaber eines Geschäftsanteils eines Unternehmens.

Unterzeichnung eines Vertrages. Der Vollzug erfolgt meist in einem zweiten Schritt, dem Closing.

Abkürzung für Small and Medium Enterprises. Im Deutschen korrespondierend mit KMUs, kleinen und mittleren Unternehmen. Eine scharfe Abgrenzung gibt es nicht. Verschiedene deutsche und europäische Institutionen verwenden unterschiedliche Definitionen. Nach Definition der Europäischen Union liegt die Grenze zwischen kleinen und mittleren Unternehmungen bei 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz. Als Kleinstunternehmen bezeichnet das Statistische Bundesamt solche Unternehmen, die weniger als 1 Mio. Euro Umsatz haben und weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen.

Zwangsweiser Ausschluss von Minderheitsaktionären.

Erfolgsprovision, im M&A-Fall z.B. an den Transaktionsberater fällig üblicherweise mit Erreichen des Closings.

Zielunternehmen, das im Zuge einer M&A-Transaktion angesprochen bzw. übernommen werden soll.

Ermittlung der steuerlichen Risiken im Zuge einer Due Diligence.

Steuerersparnis durch Inanspruchnahme von Fremdkapital, Zinsen und anderen Finanzierungskosten.

Meist anonymisierte Kurzdarstellung eines Unternehmens zum Ausloten des Interesses von potenziellen Käufern.

Schwellenwert, an dessen Unter- oder Überschreitung bestimmte Rechtsfolgen geknüpft werden, z.B. als Freigrenze (Basket) oder Freibetrag (Deductible). Der Verkäufer schuldet z. B. nur dann Schadenersatz, wenn die Gewährleistungsansprüche des Käufers einen Schwellenwert überschreiten.

Vereinbarung zum reibungslosen Übergang eines Targets vom Verkäufer an den Käufer, z.B. über Lohnabrechnung und IT-Leistungen, bis der Käufer eigene Ressourcen (intern oder extern) aufgebaut hat. Dazu wird häufig die Zahlung einer Management Fee vereinbart.

Bewertung, insbesondere Unternehmensbewertung.

Due Diligence-Prüfung einer Zielgesellschaft durch den Verkäufer im Vorgriff und in Vorbereitung eines möglichen Unternehmensverkaufs.

Garantien/Haftungen, die ein Verkäufer im Zuge eines Kaufvertrages zusichert

Bedingungen, die im Rahmen eines Kaufvertrages festgehalten werden und bis zur abschließenden Umsetzung des Kaufvertrages (Closing) erfüllt werden müssen (z.B. Kaufpreiszahlung oder Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen).

Abkürzung für Weighted Average Cost of Capital. Bezeichnet einen Mischzinssatz aus Eigen- und Fremdkapital, der in der Unternehmensbewertung zum Einsatz kommt.

M&A-Jargon bei Unternehmen, bei denen Mitarbeiter (z.B. Kreative oder Berater) einen zentralen Unternehmenswert darstellen und im Falle eines Verkaufs abwandern könnten.

Unternehmen, die im Zuge einer Akquisitionsstrategie für eine eventuelle Übernahme angesprochen werden sollen.